Challenges und Freiheit

Ich bin gerade dabei ein paar weitere Challenges aufzumachen. Bislang esse ich nach dem 16/8 Teilzeitfasten an 5 Tagen die Woche, nun möchte ich einen ganzen Fastentag hinzufügen. Um weniger Dinge zu kaufen und mich nicht ständig von so vielen Dingen ablenken zu lassen gibt es einen “Genug!” Challenge. Und um wieder fitter zu werden möchte ich einmal die Woche mit dem E-Bike die 40km (einfach) zur Arbeit und zurück machen.

Aber warum eigentlich?

Ich habe lange immer gedacht Freiheit hieße Freiheit etwas tun zu können. Ich stelle aber mehr und mehr fest dass die Freiheit etwas nicht zu brauchen oder tun zu müssen wichtiger ist!

Mir ist klar geworden dass ein nicht unerheblicher Teil des Stresses dem ich ausgesetzt bin davon kommt Erwartungen erfüllen zu wollen. Oder noch schlimmer, das Gefühl zuhaben sie erfüllen zu müssen. Dazu gehören äußere Erwartungen, wie die gute Vorlesungen zu halten, aber auch, und die sind hier wichtig, meine eigenen Erwartungen an mich selbst. Ich sollte mehr Sport machen, ich sollte endlich mal diese oder jenes tun. Und viele dieser Erwartungen kommen von zu viel.

Zu viele Aktivitäten in denen ich dabei sein möchte oder denke dass ich dabei sein sollte. Zu viele Dinge die ich besitze und die dann in mir das Gefühl erzeugen ich müsse sie nun auch nutzen, wo ich Geld für sie ausgegeben habe. Alles das erfordert Aufmerksamkeit und Energie von mir. Weniger hiflt. Wenn ich kein Buch rumliegen habe von dem ich denke dass ich es noch lesen sollte, sonder nur das eine dass ich gerade lese, dann ist es einfach mir zu überlegen was ich abends lesen soll. Und wenn es fertig ist, dann kann das nächste ran. Wenn ich eine kurze Liste von Liedern habe ich die üben möchte, dann ist es einfach anzufangen. Muss ich erst überlegen was ich machen könnte mache ich oft nichts.

Beim Essen ist es genau so. Aus Sorge dass ich eventuell nicht Mittagessen kann, weil es nicht reicht zwischen Vorlesung und Termin A, dann hole ich morgens schnell noch was. Das esse ich dann zum Stressausgleich dazwischen und gehe doch essen. Am Ende habe ich Zeit und Geld ausgegeben um zu viel zu Essen. Seit dem Fastentag ist mir schon unterbewusst klar dass ich auch einen Tag ohne Essen auskomme und es sogar ganz angenehm ist, so mal dazwischen. Der Druck was essen zu wollen weil man sonst nichts kriegt ist weg.

Beim Sport ist es so ähnlich hier ist Einfachheit wichtiger als wenig oder viel. Ich schaffe es nie genug Sport zu machen. Mit dem Challenge fahre ich einmal die Woche zur Arbeit. Wenn ich mehrmals vor Ort sein muss, dann fahr ich den Rest mit dem Auto, kein Druck. Aber mindestens eine der Fahrten. Aktuell heisst das 50-100% meiner Fahrten mit dem E-Bike.

Normalerweise brauche ich 50 -60 Minuten von Meersburg nach Weingarten. Mit dem E-Bike im Ökomodus recht konsistent 1:45, also hin und zurück 3:30. Ich bekomme also für 90-110 Minuten extra Zeit 3:30h Sport. Und das ist so ein schönes Pensum dass ich mir die ganze restliche Woche keine Sorgen mehr um meine Bewegung mache. Und die Tatsache das ich für die Strecke kein Auto haben muss fühlt sich sehr befreiend an. Ich kann das ohne. Und wenn meine Frau das Auto braucht, dann kann ich ja Rad fahren. Mir ist klar dass das nichts für die 8:00 Vorlesung ist, befreiend ist das Gefühl dennoch. Und als Challenge ist es mein Ziel das zu schaffen, aber einen Stress macht es mir nicht.

Screenshot
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Die Rahmendaten zur neuen E-Bike Challenge