Werkzeuge aus dem Format

Vier Web-Apps, die in Vorträgen, Seminaren und Lehreinheiten eingesetzt werden. Sie laufen direkt im Browser, speichern nichts auf einem Server und brauchen kein Konto.

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Ideomotor-Pendel

Ein Ring an einem Faden, ruhig über der offenen Hand. „Bewegen Sie nichts. Denken Sie nur: links, rechts.“ Nach dreißig Sekunden schwingt der Ring, und die haltende Person hat nach eigenem Erleben nichts getan. Die App macht aus diesem Salontrick ein vollständiges Experiment: Auf dem waagerecht gehaltenen Telefon schwingt eine Scheibe wie ein mathematisches Pendel, dessen Aufhängepunkt das Telefon ist. Gemessen wird, wie viel reale Handbewegung (in Millimetern) und wie viel Kippen (in Grad) nötig waren, um sie in Schwingung zu bringen. Eine Handbewegung von zwei Millimetern im richtigen Takt erzeugt sechs Zentimeter Ausschlag.

Hinweise: Sensoren müssen einmal freigegeben werden; am iPhone in Safari öffnen und über „Teilen → Zum Home-Bildschirm“ als App ablegen, danach läuft sie offline. Am Desktop startet „Ohne Sensor testen“ einen Mausmodus. Messreihen lassen sich als CSV exportieren.

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Die Masken des Tarot

Aus den 22 Großen Arkana wählt man zuerst seine liebste, dann seine meistverhasste Karte. Daraus entsteht eine kurze Lesung: Die Lieblingskarte ist die Maske, die abgelehnte Karte der Widerstand, und die Lage der beiden zueinander erzählt den Rest. Hinter der Wahl liegt eine verborgene Struktur aus zwei geschlossenen Elferketten, die im Format als Einstieg in Mustersuche, Deutung und den Forer-Effekt dient. Für Vorführende gibt es auf der letzten Seite einen verdeckten Ableseweg.

Hinweise: Deutsch und Englisch, drei Anmutungen (Pergament, Kühl, Kerzenlicht). Die Struktur folgt Scott Grossbergs „The Masks of Tarot“; die App ist eine eigene Umsetzung für dieses Format.

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Würfel

Ein Sechserwürfel für Kunststücke und Experimente, bei denen nur bestimmte Augenzahlen gültig sind – etwa bei NIM oder Schere-Stein-Papier. Statt bei jedem unpassenden Wurf mit einem echten Würfel nachzuwürfeln, lassen sich einzelne Augenzahlen vorab per Fingertipp abschalten; der Zufallswurf fällt danach garantiert nur unter den erlaubten Zahlen.

Hinweise: Läuft direkt im Browser, keine Anmeldung. Auf dem iPhone in Safari über „Teilen → Zum Home-Bildschirm“ als App ablegen, danach offline nutzbar.

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Kerntransformation

Eine geführte Kerntransformation nach Connirae und Tamara Andreas: Ein Verhalten, Gefühl oder Glaubenssatz wird Schritt für Schritt nach seiner Absicht gefragt, bis ein Kernzustand erreicht ist – Frieden, Liebe, Ganzsein, einfach Sein. Mit ihm geht es rückwärts durch die Kette, der Teil wächst auf und wird ganz aufgenommen; Einwände bekommen ihre eigene Runde. Die App führt durch alle fünfzehn Schritte, erkennt typische Stolpersteine und schlägt passende Nachfragen vor.

Hinweise: Antworten lassen sich sprechen oder tippen, die Schritte auf Wunsch vorlesen. Alles bleibt auf dem Gerät; nur der optionale KI-Begleiter (mit Zugangscode) sendet Antworten an Claude. Ersetzt keine Therapie. Auf dem iPhone in Safari über „Teilen → Zum Home-Bildschirm“ ablegen.

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Wozu Werkzeuge in einem Zauberformat?

Das Pendel ist das ehrlichste Kunststück des Formats, weil es keinen Trick gibt: keine Fingerfertigkeit, keinen Zwischenboden, nur die Person selbst. Ohne Kontrolle wiederholt man damit einen Salontrick des 19. Jahrhunderts. Mit Kontrolle hat man Hypothese, Messung, Falsifikation und Debrief an einem Gegenstand, bei dem die Versuchsperson zugleich Beobachterin ihres eigenen blinden Flecks ist.

Die Kartenwahl zeigt die andere Seite: wie überzeugend sich eine Deutung anfühlt, die aus einer verborgenen Regel entsteht. Beide Apps gehören zu einem größeren Werkzeugkasten, zu dem auch die anonyme Kartenabstimmung per Kamera für Team-Seminare gehört. Die Software wird laufend erweitert; der Quellcode liegt offen auf GitHub.

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